Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung

Scan&Go!

Vor drei Wochen wurde das kleine SpeakStaff Büro von einer Reporterin der RNZ besucht, die über einige Ecken aufmerksam auf das Projekt wurde. Anstatt der veranschlagten halben Stunde saßen wir dann fast zwei Stunden zusammen, da sich heraus stellte, dass das Thema auch zum Interesse der regionalen Printmedien entwickeln könnte. Mehr dazu weiter unten.

Der gesamte Beitrag ist auch auf der Website der RNZ ersichtlich.

Zeitungsbericht_lesbar

Der Beitrag im Wortlaut

Dass einem in der Badewanne gute Ideen kommen, geht wohl manchem so. In Albert Brückmanns Fall hat der Ort des Geistesblitzes sehr direkt mit der Idee zu tun. Mit nassen Händen auf einem Smartphone herumzuwischen, um nach interessanten Beiträgen im Internet zu fahnden, ist für den Hörbuchfan Brückmann “nicht wirklich clever.” Hörbücher gibt’s zwar reichlich, hörbare News auch. Aber, findet Brückmann, im Internet kursieren viele gute Beiträge, Blogs insbesondere. Wer ihre Inhalte erfahren will, muss lesen. Beim Baden, beim Kochen, beim Autofahren oder Bügeln geht das schlecht, und so fing Albert Brückmann an, eine Plattform im Internet zu schaffen, die Geschriebenes hörbar macht. Das war im vergangenen Mai. Zwei Monate später stand die Website “SpeakStaff”, und der erste Beitrag war vertont.

Brückmann, der 2009 an der Mosbacher DHBW den Studiengang Online-Medien absolviert hat, konnte – nach eigenen Angaben – einen Monat später 12 000 Abspielungen von 8000 Nutzern registrieren. Nun wäre es aber für ein Ein-Mann-Unternehmen eine Mammutaufgabe, nicht nur das Internet nach vertonenswerten Beiträgen zu durchforsten – es sind Millionen weltweit -, sondern diese zu bewerten und kategorisieren. Was Brückmann mit SpeakStaff erreichen will, ist die Vermittlung zwischen Verfassern von Texten und Sprechern.

“Das ist Crossmedia”, übersetzt Brückmann ins Web-Sprech, in dem Autoren “Publisher” sind. Damit bei steigender Anzahl von Beiträgen auch er selbst nicht den Überblick verliert, entwickelt der 31-Jährige gerade eine App, die das automatisch übernehmen kann. Das momentane Wachstum gibt er mit “einem neuen Beitrag pro Tag” an.

Mit rund 60 ist die Zahl der auf SpeakStaff eingestellten Beiträge noch sehr übersichtlich. Sie haben vielfach Ratgebercharakter, Reise- und Beautytipps etwa, es geht um Auto und Motorrad, Essen und Trinken, Familie, Tiere und Religion. “Der Renner ist bisher ein Beitrag über erfolgreiches Vertriebstraining“, beobachtet Albert Brückmann genau, was sich auf seiner Internetseite tut.

Gerade ist der erste belletristische Beitrag erschienen, eine Kurzgeschichte. Lyrisches und Geschichten für Kinder (von Kindern gesprochen) sind ein Wunsch des Online-Spezialisten. Auch wenn Brückmann derzeit noch quasi bei jedem Beitrag selbst Hand anlegt, so versteht sich Speak Staff als “Vermittlung zwischen Publishern und Speakern”. Die ursprünglichen Verfasser eines Beitrags sind aufgeführt und verlinkt.

Wer vom Text zum Ton kommen und damit seine “Reichweite vergrößern” will, wie die Website verheißt, sucht einen (von bisher 13) Sprecherinnen oder Sprechern aus, die mit SpeakStaff kooperieren, und beauftragt diese oder diesen – auf eigene Kosten. Was das kosten wird, kann man sich auf der Website ausrechnen lassen. Für einen 800 Worte umfassenden Beitrag beispielsweise kommt so eine Summe zwischen 22 und 57 Euro heraus, je nachdem, wer ihn vertont. SpeakStaff-Schöpfer Brückmann ist über eine Auftragsprovision von den Verfassern beteiligt.

Außer der eigenen Website als Verbreitungskanal sowie via “Soundcloud” als Distributionsplattform für Audiodateien, über Facebook und Twitter als Social-Network-Kanäle können Beiträge auch als Podcast, direkt über I-Tunes und das Smartphone gehört werden. Mit QR-Code wird’s noch handlicher. (Von Ursula Brinkmann)

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